Nun wissen wir, dass Stress beispielsweise durch Sinneswahrnehmungen oder unangenehme Situationen oder Ereignisse hervorgerufen wird.
Manche Stressoren 'erarbeiten' wir uns nicht bewusst, sondern übernehmen sie aus der Vergangenheit von anderen Menschen. So zum Beispiel passiert es mit den so genannten Urängsten. Es ist inzwischen bewiesen, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Ängsten oder schwierigen Situationen ausgesetzt waren, diese Stressoren schon im Mutterleib an ihren Nachwuchs weitergeben. Je größer die Anspannung während der Schwangerschaft, desto voller ist das 'Stressglas' des Babys schon vor der Geburt. Weiter geht es dann in den ersten Lebensjahren, wenn wir durch Reaktionen der Mutter/Bezugsperson unbewusst Verhaltensweisen oder Ängste annehmen, die eigentlich gar nicht 'zu uns gehören', uns aber dennoch prägen und belasten können. Denken Sie beispielsweise mal an Mütter, die Angst vor Hunden haben - wenn sie deren Kinder anschauen, werden Sie kaum ein Kind finden, das nicht auch Angst vor Hunden hat.
Diese Stressoren kann man z.B. als so genannte 'Urängste' im Körper ausmachen. Vielen sind diese Ängste gar nicht bewusst, sie sind da und poppen zum ungünstigsten Zeitpunkt hoch, blockieren damit Situationen oder Entscheidungen, vielleicht sogar ohne dass es dem Betroffenen klar ist. Auch Urängste sind wichtige Stressoren, die in der Arbeit der Kinesiologie eine große Rolle spielen.
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